"Airport sieht sein Fortbestehen akut nicht gefährdet" (RP)

Allgemeine Diskussion und Informationsaustausch zum Flughafen Weeze.
General discussion and information about Airport Weeze.

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"Airport sieht sein Fortbestehen akut nicht gefährdet" (RP)

Beitragvon Bernd_ » Samstag 15. März 2014, 10:30

Auch die RP thematisiert einen "aktuellen Liquditätsengpass":
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kev ... -1.4103462

Hier eine aktuelle Einschätzung von mir:
http://www.kleveblog.de/2014/03/grosse- ... ment-84592
Bernd_
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Re: "Airport sieht sein Fortbestehen akut nicht gefährdet" (

Beitragvon Rolf » Samstag 15. März 2014, 14:36

Der Flughafen hat im Laufe seines Bestehens schon ziemlich viele Rückschläge wegstecken müssen. Insofern also nichts Neues, dass es derzeit mal wieder enger ist. Das Damoklesschwert hing schon an dünneren Fäden. Die Kürzungen durch Ryanair sind natürlich ein ernster Rückschlag und derzeit das entscheidende Problem. Vor allen Dingen deswegen, weil man sich in Weeze auf mehr Masse eingestellt hat. Ryanair scheint aber in der Tat einen großen Mangel an Flugzeugen zu haben, was ja stets als Hauptgrund für die Kürzungen genannt wird. Dazu passt, dass in den einschlägigen Foren schon darüber berichtet wird, dass Ryanair eine große Zahl von Flugzeugen leasen will, um dem eklatanten Mangel zu begegnen. Gleichzeitig deutet Ryanair an, am Hahn im Sommer vielleicht doch 7, statt, wie bisher geplant, 6 Maschinen stationieren zu können (Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 11. März 2014). Ähnliches dürfte dann für Weeze gelten. Es sieht also ganz danach aus, als bemühe sich Ryanair um eine Lösung für seine treuen Kunden (Hahn, Weeze). Mehr Masse wäre natürlich der größte Gewinn für Weeze (und Hahn). Bald dürfte man mehr erfahren. Bis Ende März könnte sich das Thema durchaus entscheiden. Es könnte also auch so sein, dass der Flughafen Weeze den Hauptkunden Ryanair unter Druck setzt: Entweder mehr Masse, oder wir machen den Laden dicht (vor diesem Hintergrund ist dann auch die Sitzung im Kreistag zu werten, die ein entsprechendes Signal für Dublin sein dürfte). Für Ryanair wäre das Aus in Weeze nämlich gerade jetzt der Super-GAU, so kurz vor Beginn der Sommersaison, wo man schon alles verplant hat. Bei diesem Szenario wäre es für Ryanair einfacher, das Angebot in Weeze aufzustocken, als ganz darauf verzichten zu müssen. Immerhin ist Weeze ein fest etablierter Ryanair-Standort, mit entsprechendem Bekanntheitsgrad. Dieses Image ist über lange Jahre aufgebaut worden. Auf den Standort kann Ryanair nicht so einfach verzichten, ohne selbst herbe Verluste wegstecken zu müssen. Kurzum: Den ganzen Zusammenhang sehen einige Außenstehende offensichtlich nicht und kaprizieren sich einzig und allein auf die leidigen Kreiskredite (die ja über Grundschuldeinträge gut abgesichert sind). Aber wenn in diesem Zusammenhang schon wild spekuliert wird, dann bitte auch mal in diese Richtung. Wohlgemerkt, alles Spekulation, allerdings vor dem Hintergrund ernst zu nehmender Indizien.
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Re: "Airport sieht sein Fortbestehen akut nicht gefährdet" (

Beitragvon Bernd_ » Samstag 15. März 2014, 17:02

@Rolf
>Auf den Standort kann Ryanair nicht so einfach verzichten, ohne selbst herbe Verluste wegstecken zu müssen.>

Ja, dürfte so sein.

>Es könnte also auch so sein, dass der Flughafen Weeze den Hauptkunden Ryanair unter Druck setzt: Entweder mehr Masse, oder wir machen den Laden dicht (vor diesem Hintergrund ist dann auch die Sitzung im Kreistag zu werten, die ein entsprechendes Signal für Dublin sein dürfte). >

Prinzipiell ja plausibel (und "sinnvoll"). Aber dass die Behandlung im nichtöffentlichen Teil der Kreistagssitzung zum jetzigen Zeitpunkt öffentlich wurde, war wohl nicht geplant. Insofen habe ich Zweifel, dass es ein geplantes Manöver zur Verbesserung der Verhandlungsposition o.ä. war. Dass es so wirken kann, ist sicher gut möglich. Und ich kann mir schon gut vorstellen, dass Herr van Bebber die gleichen strategischen Gedanken wie Sie sich gemacht hat... Und die Situation halt versucht im Sinne des Flughafens zu nutzen.

>Kreiskredite (die ja über Grundschuldeinträge gut abgesichert sind>

Wenn dem so ist: Warum war dann offenbar kein Kreditinstitut zur damaligen Kreditgewährung bereit? (Auch beim Neuabschluss des Kreditvertrags wurde scheinbar nie über die Übernahme durch eine Bank diskutiert. (Was die Debatten im politischen Raum ja um ein vielfaches einfacher gemacht hätte und machen würde.) Ich nehme an, weil Banken die Kreiskonditionen für nicht marktgerecht halten.)
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Re: "Airport sieht sein Fortbestehen akut nicht gefährdet" (

Beitragvon Rolf » Samstag 15. März 2014, 22:30

Bernd_ hat geschrieben:Prinzipiell ja plausibel (und "sinnvoll"). Aber dass die Behandlung im nichtöffentlichen Teil der Kreistagssitzung zum jetzigen Zeitpunkt öffentlich wurde, war wohl nicht geplant ...

Da wäre ich mir gar nicht so sicher. Ganz im Gegenteil. Wenn ich wollte, dass "heiße News" nach Dublin durchsickern, würde ich die Sache genau so aufziehen. Einer von 50 Leuten plaudert bestimmt, zumal da auch die grünen Gegner des Flughafens sitzen. Besser noch, man veranlasst einen Sympathisanten des Flughafens, die richtige Botschaft durchsickern zu lassen. Das ist gar kein Problem. Sowas passiert sogar regelmäßig bei Kabinettssitzungen der Bundesregierung. Da sickert oft genau das durch, was über die Medien verbreitet werden soll.

Im Übrigen sehe ich es so, dass Ryanair gegenüber NRN auch eine Bringschuld hat. Immerhin hat sich Ryanair in Weeze sehr breit gemacht und jeden Konkurrenten konsequent weggedrückt, der sich neben Ryanair etablieren wollte (z. B. Wizzair, Transavia). Jetzt - angeblich vorübergehend - das Angebot zu kürzen, und gleichzeitig anzukündigen, ab 2015 wieder zu kommen, schreckt doch jeden potentiellen Anbieter ab, sich in Weeze auf Strecken zu etablieren, die Ryanair derzeit nicht anbieten kann (wegen Flugzeugmangel). In so einer Situation würde ich den Iren im Zweifelsfall auch die ultimative Pistole auf die Brust setzen!

Bernd_ hat geschrieben:>Kreiskredite (die ja über Grundschuldeinträge gut abgesichert sind>

Wenn dem so ist: Warum war dann offenbar kein Kreditinstitut zur damaligen Kreditgewährung bereit? (Auch beim Neuabschluss des Kreditvertrags wurde scheinbar nie über die Übernahme durch eine Bank diskutiert. (Was die Debatten im politischen Raum ja um ein vielfaches einfacher gemacht hätte und machen würde.) Ich nehme an, weil Banken die Kreiskonditionen für nicht marktgerecht halten.)

Nun, den Banken war nach dem 11. September, als die Luftfahrtbranche einen deftigen Einbruch wegzustecken hatte, das Risiko ganz einfach zu hoch. Die Zinsen waren damals hoch, die Nachfrage nach Krediten war groß genug, dass es die Banken nicht nötig hatten, in einer Branche zu investieren, insbesondere in einen jungen Flughafen, solange es risikoärmere Alternativen gab. Eine Schwemme billigen Geldes, wie wir sie heute haben, gab es damals nicht. Für die Banken zählt einzig das Geschäft (später hat der Flughafen dann sehr wohl verschiedenen Kredite bei Banken bekommen und diese auch wieder zurück gezahlt). Während Banken also nur das Geschäft sehen, muss der Kreis das Wohl der Region (Wertschöpfung, Arbeitsplätze, Steuereinnahmen) im Auge behalten. Deswegen ist der Kreis nach 2001 gut beraten gewesen, das Risiko einzugehen und dem Flughafen in der Startphase mit Krediten geholfen zu haben. Bisher hat der Kreis damit doch sehr viel gewonnen. Die Verzinsung, die sich aus des Daten der Landesregierung errechnen lassen (s. "Kleine Anfrage" der SED im Landtag von 2011), liegen bei rund 4 Prozent. Selbst wenn, im ungünstigsten Fall, die Verzinsung/Tilgung nur in Form eines Anteils an der "Hardware" (Gelände und Immobilien) bestehen würde: Von so einer Verzinsung kann man heute doch nur noch träumen! Und bei all dem darf man ja nicht außer Acht lassen, dass der Kreis das Gelände einst für einen zweistelligen Millionenbetrag an den ersten Investor (Hans van de Lande) verkauft hat (2001). Damit ist der Kreis erst mal dick im Plus gewesen, denn das Gelände hat der Kreis mit dem Abzug der Briten (1999) ja vom Bund geschenkt bekommen. Den Krediten, deren Rückzahlung ich schon lange nicht mehr erwarte (weswegen mir eine komplette Umwandlung in Airportanteile sinnvoll erscheint), steht also der Verkaufserlös, nebst Verzinsung, gegenüber, und darüber hinaus das Zugriffsrecht auf das ganze Areal, und das ist auch dann Millionen wert, wenn der Flughafen seinen Betrieb einstellen würde. Kurzum, obwohl es etwas kompliziert ist, hat der Kreis für den Ernstfall genügend Gegenwert in der Hand. Im Gegenzug erhält er für das überschaubare Risiko den Jobmotor Flughafen. Ohne den Airport ständen die Region und die Gemeinde nicht so gut da, wie sie es jetzt tun.
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Re: "Airport sieht sein Fortbestehen akut nicht gefährdet" (

Beitragvon k.theuvsen » Sonntag 16. März 2014, 19:38

denke das fr sich nicht unter druck setzen lest so schnell sicher wer es brutal von fR die kare an der wand zu fahren lassen abber wens so wer glaube ich nicht das FR große Probleme hat es von NRN auf dordmund und eindhofen zu verteilen ich gemal ganz stark von aus das die Kürzungen jetz FR leichter gefallen ist als vor ein jahr
eindoven leuft gut dordmund auch und ist ausbau fäig und da zu kommt schermingswings mit den billig tixets jetz ab Düsseldorf
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Re: "Airport sieht sein Fortbestehen akut nicht gefährdet" (

Beitragvon Nightflight » Montag 17. März 2014, 23:03

äääähm.... häääääää??????????????? :shock:
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Re: "Airport sieht sein Fortbestehen akut nicht gefährdet" (

Beitragvon Weseler » Dienstag 18. März 2014, 09:09

schermingswings = germanwings nehme ich mal an.
:D
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Kreis soll weitere 3,5 Mio. Euro an Flughafen überweisen

Beitragvon Bernd_ » Freitag 21. März 2014, 23:48

@Rolf
Danke für die ausführliche Antwort/Darstellung Ihrer Sicht.

Hier die aktuelle Entwicklung: Der Kreistag soll in der nächsten Sitzung nichtöffentlich den Kauf der Solarpark-Flächen beschließen. Für ca. 3.5 Mio. Euro.'
So soll der Flughafen die offenbar notwendige "Liquidität" erhalten.
( http://www.kleveblog.de/2014/03/der-pre ... eft-retten )
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Re: "Airport sieht sein Fortbestehen akut nicht gefährdet" (

Beitragvon Rolf » Samstag 22. März 2014, 11:23

Was der "Kleveblog" da schreibt, ist eine schönes Beispiel für oberflächlichen, tendenziösen Sensationsjournalismus, der mit Halbwahrheiten, falschen Zahlen und Fehlinterpretationen arbeitet, um einen bewusst geschürten negativen Eindruck zu vermitteln bzw. zu verstärken. Er enthält einen wahren, längst bekannten, und einen falschen, stets wiederholten Kern. Dazu komme ich zum Schluss. Doch zunächst mal zu den vielen Fehlern, Unwahrheiten und böswilligen Verdrehungen, die symptomatisch für diese Art von "Journalismus" sind.

Zu den Fehlern und Fakten: Das Flughafengelände wurde 1999 von den Briten an den Bund zurück gegeben, und dieser hat es dem Kreis überlassen. Der Kreis wiederum hat das Gelände 2001 verkauft, und nicht 2002. Der erste Fehler. Das klingt haarspalterisch, ist es aber ganz und gar nicht. 2002 wurde in Euro gezahlt, 2001 in DM. Die Kaufsumme wurde in DM entrichtet, nicht Euro. Der nächste Fehler. Aus Unkenntnis? Vielleicht, es könnte aber auch bewusste Täuschung sein, um die dadurch "errechnete" Wertsteigerung umso kritischer hinterfragen zu können. Kleveblog kommt so jedenfalls zu grundlegend falschen Zahlen und alle Berechnungen stimmen somit nicht, obwohl die wahren Zahlen der "Argumentation" bei einigen Aspekten in die Hände spielen würde. Das spricht dann allerdings für mangelnde Sachkenntnis, nicht bewusste Täuschung. Und so geht es dann weiter: Das Gelände wurde an den niederländischen Unternehmer Hans van de Lande (HL) verkauft, nicht an Herman Buurman (HB); der nächste Fehler. Auch das ist wichtig: HL hat einen zweistelligen Millionenbetrag in den Ausbau des Geländes investiert. Die genaue Summe ist nicht bekannt, da ein Privatunternehmer diese nicht publik machen muss; die Bilanzen geben da nur groben Einblick (HB hat das Gelände erst Jahre später übernommen, für einen Kaufpreis, der nicht öffentlich gemacht wurde). In der Presse wurden anfangs Summen von 30, einige Jahre später 60 Mio. genannt, die HL und HB investiert haben. Betrachtet man die in den Jahren seit 2001 entstandene Infrastruktur, erscheinen die Zahlen sehr realistisch. Kommen wir zum nächsten Punkt. Die angeblich "astronomische" Wertsteigerung. Auch hierunterschlägt der Autor, aus mangelnder Kenntnis oder wieder in täuschender Absicht, dass HL das Gelände unter Wert, gewissermaßen zum Vorzugspreis überlassen wurde, unter der Bedingung, dass dort kräftig investiert wird, was wiederum zur deutlichen Wertsteigerung des Geländes führte, denn HL hat ja anschließend kräftig investiert. Das war ja auch nötig, um das Militärgelände in einen zivilen Flughafen umzuwandeln. Die Wertsteigerung des Geländes insgesamt ist somit absolut real. Die Zahlen, mit denen Kleveblog hantiert, sind allerdings falsch und aus dem Zusammenhang gerissen, um einen negativen Eindruck zu erzeugen. Besonders perfide wird dies beim "Berechnen" der Wertsteigerung des Solarparks. Es wird bei Kleveblog suggeriert, dass dies gar nicht sein kann und dass sich sogar Juristen dafür interessieren könnten. Auch hier wird böse manipuliert. Wir halten fest, dass das Gelände, aus guten Gründen (Strukturförderung), vom Kreis günstig überlassen wurde. Daraus errechnet sich ein günstiger Quadratmeterpreis. Der wahre Wert liegt deutlich höher; das war schon 2001 so und ist erst recht so in 2014, wie bereits ausgeführt. Naturgemäß ist es so, dass nicht alle Teile des Geländes gleich viel wert sind. Es gibt im Flughafengelände naturbelassene Ausgleichsflächen, die nicht angetastet werden dürfen und somit quasi unverkäuflich, also wertlos sind. Andere Flächen sind dagegen gut erschlossen, bebaut und somit weitaus wertvoller. Ein besonderes wertvolles Filetstück ist nun der Solarpark, den der Kreis kaufen will. Das unterschlägt der Verfasser, wieder aus Unkenntnis oder in täuschender Absicht. Worum geht es? Der Solarpark ist in der Tat ein Musterbeispiel für ein Geländeteil, das einst weit unter dem Durchschnittswert des Gesamtgeländes lag. Auf dem Gebiet des Solarparks gibt es bombensichere Bunker, Betonplatten, Splitterschutzwälle, gepanzerte Unterstände und andere stabile Teile, die aus der Zeit stammen, als dort Atomwaffen gelagert waren; das Gelände ist dadurch eigentlich kaum nutzbar für zivile Alternativen und ist ein eher wertarmes Gelände. Ein Geschenk des Himmels ist jedoch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) aus dem Jahr 2000 (pikanter Weise von der rortgrünen Bundesregierung verursacht). Es fördert die Aufstellung von stromerzeugenden Solarmodulen ganz massiv. Und zwar auf 20 Jahre mit einem fest gelegten, sehr hohen Garantiepreis für den produzierten Strom. Die Konversion von brachliegenden, alternativ schwer nutzbaren Konversionsflächen (Militärgelände) wird von den "Grünen" auf Bundes- und Landesebene sogar ausdrücklich begrüßt (was die lokalen Provinz-Grünen jedoch nicht hinderte, sich darüber aufzuregen, dass nicht einer der ihren, sondern der Flughafen vom EEG profitiert). Auf dieser Basis wurde vor rund zwei Jahren der Solarpark errichtet. Von einem privaten Investor, der somit auf 20 Jahre durch dass EEG garantierte Einnahmen hat und somit 200.000 Euro Pacht zahlen kann. In 20 Jahren sind das 4 Mio. Euro, die also der Kreis einstreichen darf (abzüglich rund zwei Jahren, die der Flughafen seit Errichtung selbst eingestrichen hat). Und das alles funktioniert ohne nennenswertes betriebliches Risiko für den Kreis, denn das EEG garantiert ja die Einnahmen des Pächters, und damit auch die Pacht. Selbst bei einer Reform des EEG, die derzeit von Bundeswirtschaftsminister Gabriel diskutiert wird, ändert daran nichts, denn es gilt ja der Bestandsschutz für Altanlagen. Kurzum: Aus dem Goldesel EEG erklärt sich die enorme Wertsteigerung des Solarparks sehr plausibel. Der Verfasser im Kleveblog darf sich dafür bei Rotgrün bedanken; diese Parteien haben ja nicht nur dass EEG erfunden, sondern darüber hinaus bisher via Bundesrat jede Reform des EEG verhindert. Der Stromkunde zahlt dafür mit der ständig steigenden EEG-Umlage und den höchsten Strompreisen in Europa. Tendenz weiter stark steigend. Ein gutes Geschäft, für jeden, der einen Solarpark hat (nur nicht für den Stromkunden). Was bedeutet das für den Kreis? Er kauft ein Gelände für 3,5 Mio. Euro, aus dem er unter Garantie (Dank Rotgrün und EEG) noch rund 18 Jahre 200.000 Euro Pacht heraus ziehen kann. Nach 18 Jahren hat der Kreis somit die Kaufsumme ziemlich genau erwirtschaftet. Danach macht er sogar einen fetten Gewinn, denn er besitzt dann ja noch immer noch das Gelände UND hat immer noch den Solarparkbetreiber auf dem Gelände, der nach Ablauf der EEG-Preisbindung ja weiter Strom produzieren wird. Dann allerdings erfolgt die Abnahme des Stromes zum Marktpreis, der dann zu einer möglichen Verringerung der Pacht führen könnte. So massiv, wie die Strompreise seit Einführung des EEG allerdings gestiegen sind, ist es jedoch zu befürchten, dass der Strom in 18 Jahren so teuer sein wird, dass die Pacht nach 2032 sogar höher ausfällt als derzeit. Schlecht für den Stromkunden, gut für den Betreiber und den Kreis: Auf jeden Fall wird weiter Pacht fließen, und zwar nicht zu knapp. Gelände und Pacht sind damit der saftige Gewinn, den der Kreis ab ca. 2032 einstreichen wird. Zu guter Letzt: Die Verschiebung von Gewinnen und Verlusten zwischen den Teilgesellschaften ist gängige Praxis. Eine entsprechende Wertsteigerung in ferner Zukunft zu postulieren und in die Bilanzen einfließen zu lassen, ist ebenfalls üblich. Dass es bis heute deutliche Wertsteigerungen gab, habe ich dargelegt. Ob es sie in der Zukunft geben wird, bleibt abzuwarten.

Wir fassen zusammen: Der Flughafen hat - mal wieder - ein Liquiditätsproblem. Das ist weder neu noch unbekannt. Flughafengeschäftsführer van Bebber hat oft genug eingeräumt, dass die einseitige deutsche Luftverkehrsabgabe und der Durchhänger bei Ryanair erhebliche Probleme bereiten. Insofern liefert der Kleveblog nichts Neues. Das ist - immerhin - der wahre Kern des Artikels im Kleveblog. Auch nicht gerade neu ist, dass der Kreis dem wichtigsten Arbeitgeber in der Region unter die Arme greift, da die Banken das in dieser Situation kaum tun werden. Auch nicht neu ist, dass sich der Kreis dafür clever absichert. Er bekommt ein Filet-Stück vom Flughafengelände und geht finanziell wieder kein Risiko ein. Anders, als es der "Kleveblog" behauptet, "wirft der Kreis schlechtem Geld kein gutes Geld hinterher". Im Gegenteil, er betreibt Strukturförderung, quasi ohne jedes Risiko. Mehr, als dass eine Bombe einschlägt, kann bei dem Solarpark-Deal gar nicht passieren. Und dagegen ist man erfahrungsgemäß versichert. Kurzum: Sollte der Flughafen wirklich in die Insolvenz gehen, kann der Kreis sein Geld aus der Konkursmasse herausziehen; das hat der Kreis schon in der Vergangenheit sichergestellt, und das tut er auch mit dem nächsten Deal. In dieser Hinsicht verbreitet der Kleveblog schlicht falsche Zahlen und die Unwahrheit; soviel zum falschen Kern.

Wir halten fest: Dem Flughafen hat - mal wieder - erhebliche Probleme. Der Kreis hilft, geht aber kein Risiko ein. Es ist zu hoffen, dass der Flughafen auch diese Turbulenzen übersteht und wieder in sicheres Fahrwasser gerät.
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Kritik ist berechtigt, aber warum kein anderer Käufer?

Beitragvon Bernd_ » Samstag 22. März 2014, 12:14

@Rolf
>Was der "Kleveblog" da schreibt, ist eine schönes Beispiel für oberflächlichen, tendenziösen Sensationsjournalismus, der mit Halbwahrheiten, falschen Zahlen und Fehlinterpretationen arbeitet>

Auch wenn ich manches im Einzelnen vermutlich anders einschätze, will ich da gar nicht grundsätzlich widersprechen. Ich hatte überlegt, mich vorab in einem Kommentar davon quasi etwas zu distanzieren. Aber ich war mir sicher, dass Sie, Rolf, dazu mehr Kompetenz und Motivation haben werden.

Mir ging es um den für mich neuen, und noch nicht anderswo lesbaren, Grundstückskauf. Denn diese Info halte ich für glaubwürdig. (Dass es Flughafen-Gegner aus dem Kreistag dem Autoren, Ralf Daute, gesteckt haben dürften, davon gehe ich aus.)

>Kleveblog kommt so jedenfalls zu grundlegend falschen Zahlen und alle Berechnungen stimmen somit nicht,>
Sehe ich auch wohl so.

>Auch hier wird böse manipuliert. >
Ja, so scheint es mir auch.
Ich unterstelle aber keine bewusst täuschende Absicht beim Autoren. (Finde es aber nachvollziehbar, wenn andere dies tun.)

> bei Rotgrün bedanken; diese Parteien haben ja nicht nur dass EEG erfunden, sondern darüber hinaus bisher via Bundesrat jede Reform des EEG verhindert. Der Stromkunde zahlt dafür mit der ständig steigenden EEG-Umlage und den höchsten Strompreisen in Europa. Tendenz weiter stark steigend.>
Ja.

> Der Flughafen hat - mal wieder - ein Liquiditätsproblem. Das ist weder neu noch unbekannt. >
Gut, ich bin da nicht so informiert wie Sie. Aber der Handlungsdruck, so unmittelbar vor der Kommunalwahl, ist für mich schon überraschend. Denn das erleichtert die Beschlussfassung im Kreistag, selbst im nichtöffentlichen Teil, sicher nicht.

>Auch nicht gerade neu ist, dass der Kreis dem wichtigsten Arbeitgeber in der Region unter die Arme greift, da die Banken das in dieser Situation kaum tun werden. >

Banken haben IMMER ein Interesse an lohnender und sicherer Geldanlage, d.h. Kreditgewährungen. Wenn es denn rechtlich-ökonomisch so risikolos ist, wie Sie schildern, halte ich es für politisch schlicht viel klüger, nicht über den Kreis zu gehen. Wenn man dies dennoch macht, gehe ich halt davon aus, dass die Risikoeinschätzung der Banken (oder anderer Investoren) eine andere ist als Ihre, Rolf. Und man dies mangels Handlungsalternativen machen muss.
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Re: Kritik ist berechtigt, aber warum kein anderer Käufer?

Beitragvon Rolf » Samstag 22. März 2014, 13:21

Bernd_ hat geschrieben:...

Mir ging es um den für mich neuen, und noch nicht anderswo lesbaren, Grundstückskauf. Denn diese Info halte ich für glaubwürdig. (Dass es Flughafen-Gegner aus dem Kreistag dem Autoren, Ralf Daute, gesteckt haben dürften, davon gehe ich aus.)


Der Kleveblog scheint in der Tat eine Quelle im Kreistag zu haben, die frühzeitig berichtet. Ich würde sie bei den Grünen verorten. An der Meldung über den Grundstückskauf an sich habe ich keine Zweifel. Solche Meldungen haben sich meist bestätigt. Mir geht es um die Interpretation. Und die ist weitgehend falsch, irreführend, verunglimpfend und im Agitprop-Stil untergegangener Systeme gehalten. Die anderen Medien werden sicher auch bald darüber berichten. Vermutlich vor dem Hintergrund intensiverer Recherche. Genau daran mangelt es dem Kleveblog. Der scheint lieber schnell sein zu wollen und verstrickt sich dabei in Widersprüche, Unwahrheiten und Polemik.

Bernd_ hat geschrieben:...>Auch hier wird böse manipuliert. >
Ja, so scheint es mir auch.
Ich unterstelle aber keine bewusst täuschende Absicht beim Autoren. (Finde es aber nachvollziehbar, wenn andere dies tun.)...

Entweder wird absichtlich die Unwahrheit verbreitet oder aus Mangel an Sachverstand. Beides ist möglich, aber gleichermaßen schlecht.

Bernd_ hat geschrieben:...
> Der Flughafen hat - mal wieder - ein Liquiditätsproblem. Das ist weder neu noch unbekannt. >
Gut, ich bin da nicht so informiert wie Sie. Aber der Handlungsdruck, so unmittelbar vor der Kommunalwahl, ist für mich schon überraschend. Denn das erleichtert die Beschlussfassung im Kreistag, selbst im nichtöffentlichen Teil, sicher nicht. ...

Die aktuellen Probleme des Flughafens wurden hier in den letzten Monaten ausführlich diskutiert. Mich überrascht der Handlungsdruck daher nicht. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass es nicht so weit kommt.

Bernd_ hat geschrieben:...
>Auch nicht gerade neu ist, dass der Kreis dem wichtigsten Arbeitgeber in der Region unter die Arme greift, da die Banken das in dieser Situation kaum tun werden. >

Banken haben IMMER ein Interesse an lohnender und sicherer Geldanlage, d.h. Kreditgewährungen. Wenn es denn rechtlich-ökonomisch so risikolos ist, wie Sie schildern, halte ich es für politisch schlicht viel klüger, nicht über den Kreis zu gehen. Wenn man dies dennoch macht, gehe ich halt davon aus, dass die Risikoeinschätzung der Banken (oder anderer Investoren) eine andere ist als Ihre, Rolf. Und man dies mangels Handlungsalternativen machen muss.

Der Kreis wird mit dem Geschäft ja erst in 18 Jahren richtig kräftigen Gewinn machen. Vorher gewinnt er nichts. Im Gegenteil, er muss den Verzinsungsverlust einstellen; der ist aber in der derzeitigen Zinssituation minimal und damit zu vernachlässigen, wie ich es in meiner Rechnung getan habe. Der Kreis kann sich das aber locker leisten. Er wird ja auch noch in einigen Jahrzehnten bestehen (oder ein Rechtsnachfolger); nichts ist beständiger als der Staat an sich. Und seine Institutionen. Für Banken ist das keine Option. Die wollen - und müssen - sofort ein Geschäft machen. Die Voraussetzungen dafür kann der Flughafen den Banken derzeit - leider - aber nicht bieten. Also springt der Kreis ein, der ja einerseits ein übergeordnetes Interesse am Fortbestehen des Flughafens hat und sehr langfristig planen kann. Die nun in Rede stehende, sehr clevere Lösung ist zweifelsohne aus der Not geboren. Daran ist nichts zu deuteln. Würde das Flughafenprojekt scheitern, könnte der Kreis sein Geld aus der Konkursmasse wieder rausziehen, da bin ich sehr sicher, aber 15, ja fast 20 Jahre Arbeit für das Projekt wären für die Katz gewesen. Wenigstens teilweise. Der Gewerbepark würde nämlich sicher fortbestehen können. Ansonsten müsste man aber wieder bei Null anfangen. Da, wo man vor 20 Jahren gestanden hat, als die Briten den Abzug verkündeten. Das will man aus nachvollziehbaren Gründen nicht. Daher gibt man dem Flughafen eine weitere Chance. Und das ist gut so. Man muss darauf bauen, dass es für den Flughafen wieder bessere Zeiten geben wird. Im Sinne der Beschäftigten und im Sinne der Region.
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Antwort des Kleveblog-Autors

Beitragvon Bernd_ » Samstag 22. März 2014, 17:58

Ralf Daute schrieb:
"[...] Die Angaben zum ursprünglichen Verkauf habe ich korrigiert (auf der Basis von Wikipedia). Dort ist von einem Verkaufspreis von 13 Mio. Euro die Rede. Dass es Gründe für Wertveränderungen gegeben haben mag, bestreite ich nicht. Was aber genau ist ein abgelegenes Gelände mit einem und um einen offenbar nicht wirtschaftlich zu führenden Flughafen wert? Inkl. möglicher Altlasten? Die Replik in dem Forum umgeht im übrigen zwei entscheidende Fragen: Was hat es mit den internen Grundstücksgeschäften auf sich? Und wie erklärt sich der Unterschied in der Bewertung der Flächen: Der Kreis möchte 7 Euro/Quadratmeter zahlen, der Flughafen verbucht seine Transaktionen zu 45 Euro/Quadratmeter. Einer von beiden muss irren, oder? Die Zahlen stammen aus dem Geschäftsbericht 2012."

(von http://www.kleveblog.de/2014/03/der-pre ... ment-85682 )
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Re: "Airport sieht sein Fortbestehen akut nicht gefährdet" (

Beitragvon Rolf » Samstag 22. März 2014, 18:36

Immerhin wird der Herr Daute plötzlich sehr vorsichtig, rudert kräftig zurück und formuliert nur noch Fragen. Dass er seine Recherchen auf Basis von Wikipedia macht, sagt ja schon eine ganze Menge aus. Offensichtlich hat er ein Problem beim Auswerten des Wikipedia-Artikels bzw. er "recherchiert" sehr oberflächlich und/oder formuliert (in Folge dessen) sehr nachlässig: Da steht im selben Zusammenhang, dass das Gelände 2001 veräußert wurde und HL der Käufer war. Das ist richtig. Bei Herrn Daute steht was falsches (ob er es inzwischen korrigiert hat, interessiert mich in diesem Zusammenhang nicht mehr). Wenn er immer so sorgfältig "recherchiert", dann gute Nacht! Aber wenn schon die Übernahme aus Wikipedia (!) nicht richtig klappt, sollte man die anderen Zahlen und "Fakten" des Herrn Daute mit großer Vorsicht genießen. Dem halbwegs kundigen Leser hätte zudem auffallen müssen, dass da was bei der Kaufsumme in Euro nicht stimmt. 2001 hat man definitiv noch mit DM bezahlt. Die genaue Zahl werde ich noch mal in meinen Unterlagen prüfen (es kommt drauf an, ob in der Summe bestimmte Nebenkosten eingerechnet sind oder nicht). Es geistern in der Tat verschiedene Zahlen durch den Raum, in jedem Fall aber waren es DM!

Die Frage nach irgendwelchen möglichen "Altlasten" lässt darüber hinaus wenig Sachkenntnis, wohl aber bösen Willen erkennen. Die Briten haben ihren Stützpunkt bis 1999 systematisch aufgeräumt. Vor der Übergabe wurden alle belastenden Stoffe entsorgt, verseuchtes Erdreich abgetragen und zur Sondermülldeponie gefahren, Tanklager gesäubert, auch die Kerosin-Pipeline wurde abgeklemmt und gesäubert, Spezialisten aus England waren vor Ort, um Rückstände zu sichern und eine mögliche radioaktive Strahlung im Atomwaffenlager zu messen. Ergebnis: Nichts (mehr). Die Briten und von ihnen beauftragte Fachfirmen waren monatelang im Einsatz, bis alles erledigt war. Der Flughafen wurde 1999 picobello aufgeräumt übergeben. Es gibt keine nennenswerten Altlasten! Alles andere ist böswillige Unterstellung, und sei es nur in Form von Fragen.

Dass der Kreis beim Ankauf niedrige Kosten pro Quadratmeter ansetzt, ist ja wohl logisch. Er will ja möglichst wenig bezahlen für das Grundstück. Dass der Flughafen dagegen eine sehr hohe Wertsteigerung einsetzt, um seine Bilanz besser aussehen zu lassen, ist dagegen ein üblicher Trick, aber in der Tat sehr optimistisch. Letztendlich kann es uns aber egal sein, ob der Flughafen sein Geld von einer Tasche in die andere schiebt, um besser auszusehen. Der Kreis hat sein Geld mit dem Solarpark, wieder mal, gut genug abgesichert, selbst wenn der flugaffine Bereich eines Tages doch zur Kiesgrube werden sollte (Worst Case). Auf einen möglichen (Total-) Verlust der Kreisgelder zielt ja die Kritik des Herrn Daute. Und die ist m. E. hinreichend entkräftet. Ich behaupte, dass der Kreis nach wie vor auf der sicheren Seite ist, wenn er demnächst zusätzlich den größten Solarpark in NRW im Bestand hat. Die Grünen sollten sich darüber doch freuen! Damit könnte man ja sogar Werbung (Kreis Kleve - größter Solarparkbesitzer in NRW) machen und photovoltaikaffine Ökos anlocken; zwischen den eingezäunten und gut geschützten Solarpaneelen wimmelt es inzwischen sogar wieder vor seltenen, geschützten Lurchen und Reptilien. Der Flughafen war übrigens schon zu Zeiten der Briten ein bestens geschütztes Refugium für seltene Tier- und Pflanzenarten. Das ist er heute noch. Das muss doch das Herz eines jeden Grünen höher schlagen lassen! Der Flughafen ist im Gegensatz zum Kreis nicht auf der sicheren Seite; da hat Herr Daute trotz stark mängelbehafteter Argumentation nicht ganz unrecht. Aber auf der sicheren Seite war der Flughafen noch nie, aber es sah schon mal viel besser aus. Hier kann man nur hoffen, dass wieder bessere Zeiten kommen. Nur, wer nicht wagt, der auch nicht gewinnt. Der Kreis hat etwas gewagt, und erst recht der Investor. Es ist daher im Interesse aller, dass das Wagnis auch zum Erfolg führt.
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Re: "Airport sieht sein Fortbestehen akut nicht gefährdet" (

Beitragvon Rolf » Sonntag 23. März 2014, 14:43

Nachtrag: Laut einer alten Pressemitteilung (der Link ist inzwischen leider tot, aber dem werde ich bei Gelegenheit nachgehen) der Bezirksregierung lag der Kaufpreis 2001 bei 22 Mio. DM, was etwa 11,3 Mio. Euro entspricht. Der Vertrag enthält allerdings ein paar kostenträchtige Klauseln und Bedingungen, die man ggf. verrechnen muss. Ohne Kenntnis der genauen Details und Zahlen des Vertrages ist eine darauf fußende seriöse Berechnung der Wertsteigerung m. E. nicht möglich.
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Re: "Airport sieht sein Fortbestehen akut nicht gefährdet" (

Beitragvon Georg » Montag 24. März 2014, 00:32

Die Bezirksregierung Düsseldorf hat damals tatsächlich bestätigt, dass der Kaufpreis 22 Millionen DM betrug. Das entspricht umgerechnet rund 11 Millionen Euro. Bezahlt wurde übrigens erst im Jahre 2002.
So schlecht hat Herr Daute also keineswegs recherchiert, wie Sie inzwischen selber einräumen...
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